Paraschat Wajiqra

Die Geschenke (Opfer) für G“tt

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Das Volk Jisrael lagerte noch immer in der Nähe des Berges Sinai, jenes Berges, auf dem G“tt mit Mosche geredet und ihm wichtige Gebote gesagt hatte. Nun aber wohnte Mosche in einem eigenen Zelt. Und dort redete G“tt oft mit ihm.

Wieder einmal sagte G“tt zu Mosche:

„Wenn ihr wollt, dann könnt ihr mir immer wieder Geschenke bringen. Aber ich bitte euch um folgendes: Bringt mir nicht irgend etwas. Wenn ihr mir Geschenke bringt, dann bringt mir Rinder, Schafe oder Ziegen. Keine anderen Tiere. Hört ihr? Diese Tiere sollt ihr zum Kohen in der Wohnung G“ttes bringen, dort die Tiere schlachten, und der Kohen wird die Tiere auf dem Altar, den ihr dafür eigens gebaut habt, verbrennen. Das ist dann ein Qorban, ein Opfer, das ich gerne als ein Geschenk von euch annehmen möchte. Denn der Duft wird emporsteigen, und ich werde dann wissen, dass das für mich ist.

Die Geschenke der Armen

Wenn einer von euch aber nicht genug Geld hat, um ein Rind oder ein Schaf zu kaufen, aber er möchte mir trotzdem ein Geschenk machen, dann soll er sich eine junge Taube besorgen. Und die kann er zum Kohen in die Wohnung G“ttes bringen. Der Kohen wird dann das Tier schlachten und es auf dem Altar verbrennen. Und auch hier wird der Duft emporsteigen, und ich werde dann wissen, dass das für mich ist.

Ein armer Mensch kann aber auch ein anderes Geschenk bringen, das für ihn einfacher ist. Dann muss er Mehl nehmen und Olivenöl und entsprechende Gewürze und alles miteinander vermischen. Diesen Teig bringt der arme Mensch zu einem Kohen in der Wohnung G“ttes. Und dieser nimmt einen Teil davon, legt es auf den Altar und verbrennt es dort. Auch dieser Duft wird emporsteigen, und dann soll demjenigen, der das Geschenk gebracht hat, zum Guten gedacht werden. Aber der Kohen darf den Rest des Teiges, den er nicht verbrannt hat, selbst essen.“

Und G“tt machte Mosche noch viele andere Vorschriften, wie die Geschenke für G“tt von den Kohanim genau hergerichtet werden sollten. Auch sprach G“tt über viele verschiedene Arten von Geschenken, oder Opfern, wie er es nannte.

Ein wichtiges Opfer: Zur Reinigung

Dann sprach aber G“tt noch über ein anderes Opfer, das für das Volk Jisrael sehr wichtig sein sollte. Er sagte zu Mosche:

„Es kann einmal vorkommen, dass irgendjemand von euch etwas Falsches gemacht hat, ohne dass er es wollte. Er hat also an ein Gebot, das ich euch gegeben habe, nicht gedacht, und hat das Gebot nicht eingehalten. Dann soll derjenige zur Wohnung G“ttes kommen und ein Tier mitbringen, einen Stier, ein Schaf oder eine Ziege. Dort soll er das Tier schlachten und das Blut auffangen und das dem Kohen bringen. Der Kohen soll dann ein paar Tropfen von dem Blut nehmen, und es in der Wohnung G“ttes an verschiedene Stelle spritzen. Den Rest des Blutes soll er unten an den Altar, auf dem er immer die geschlachteten Tiere verbrennt, ausleeren. Zum Schluss soll er einige Teile von dem Tier nehmen, sie auf den Altar legen und alles in Feuer aufgehen lassen.

Auf diese Weise bringt sich jemand, der etwas Falsches getan hat, wieder ins Reine und muss sich keinen Kopf mehr machen, nur weil er aus Versehen etwas falsch gemacht hat.“ Dieses Opfer nannte G“tt ein Reinigungsopfer.

Und alles, was G“tt Mosche gesagt hatte, lehrte Mosche dem Volk Jisrael.

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