Paraschat Emor

Wie der Kohen rein bleiben kann

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Wieder einmal sprach der Ewige mit Mosche und sagte ihm: „Du weißt, dass die Kohanim sich heilig halten sollen, weil sie doch bei mir in meinem Heiligtum für mich arbeiten. Deshalb sollen sie aber auch ganz genau darauf achten, dass sie nicht unrein werden. Deshalb musst du den Kohanim sagen, wie sie unrein werden können. Zum Beispiel dürfen sie keinen Toten berühren, nicht einmal in die Nähe eines Toten dürfen sie kommen. Sonst machen sie sich unrein und könnten nicht mehr bei mir in meinem Heiligtum arbeiten. Wenn aber der Vater oder die Mutter oder auch eines der Kinder eines Kohen gestorben ist, dann darf er natürlich in die Nähe des Toten gehen. Er muss ja seine Toten beerdigen können. Aber sonst darf ein Kohen keinen Toten berühren.

Ein Kohen darf aber auch nicht irgendeine Frau heiraten. Zum Beispiel darf er keine Frau heiraten, die schon einmal mit einem anderen Mann verheiratet war. Auch darf er keine Frau heiraten, bei der der Kohen nicht so recht weiß, was sie früher einmal war. Und das ist so, weil der Kohen seinem G“tt als heilig gelten soll. Und du, Mosche, du selbst sollst darauf achten, dass der Kohen heilig ist, denn er bringt die Geschenke für euren G“tt.

Wie der Kohen Gadol rein bleiben kann

Der höchste Kohen, der Kohen Gadol, der muss noch mehr darauf achten, dass er heilig bleibt. Denn er ist es, der die besonderen Kleider anhat und der mit dem besonderen Öl eingesalbt worden ist.

Der Kohen Gadol darf zum Beispiel überhaupt keine Toten berühren oder auch nur in ihre Nähe kommen, nicht einmal seine toten Eltern oder Kinder. Der Kohen Gadol darf wegen einer Beerdigung mein Heiligtum nie verlassen, sonst würde er mein Heiligtum unrein machen. Und der Kohen Gadol muss noch mehr darauf achten, welche Frau er heiratet. Das ist für ihn sehr wichtig.

Wer als Kohen nicht arbeiten darf

Und dann kann es auch sein, dass es unter den Kohanim welche gibt, die nicht gesund sind, die zum Beispiel blind sind oder nur hinkend gehen können. Solche Kohanim dürfen in meinem Heiligtum nicht arbeiten. Sie dürfen bei den anderen Kohanim sein, aber die eigentliche Arbeit dürfen sie nicht verrichten.“

Welche Tiere geschenkt werden dürfen

Und dann redete der Ewige mit Mosche weiter: „So wie die Kohanim gesund sein müssen, wenn sie bei mir in meinem Heiligtum arbeiten sollen, so sollt ihr alle genau darauf achten, welche Tiere ihr zum Heiligtum bringt: Denn auch die Tiere müssen gesund sein. Ihr sollt mir nämlich nicht die Tiere schenken, die ihr nicht mehr gebrauchen könnt. Nein, die besten Tiere, die gesündesten Tiere sollt ihr mir bringen!“

Welche Feiertage gefeiert werden sollen

23
Das alles sagte der Ewige für Aharon, den Kohen Gadol, und für dessen Söhne, die Kohanim. Aber der Ewige redete noch weiter mit Mosche und sagte ihm: „Nun ist es soweit, dass du den Kindern Jisraels erklären musst, welche Feiertage sie feiern sollen.

Sechs Tage darfst du in der Woche arbeiten, aber am siebten Tag ist Schabbat, da dürft ihr nicht arbeiten. Vielmehr sollt ihr euch versammeln und den Tag gemeinsam feiern.
Der erste Feiertag im Jahr ist Pessach, das Fest, an dem ihr sieben Tage lang Mazzot essen sollt. Am ersten Tag und am letzten Tag sollt ihr nichts arbeiten, sondern euch versammeln und gemeinsam feiern. Auch sollt ihr an diesen sieben Tagen dem Ewigen Tiere zum Heiligtum bringen, damit die Kohanim sie für euch dem Ewigen geben können.

Und wenn ihr einmal nicht mehr wie jetzt in der Wüste seid, sondern in eurem Land, dann werdet ihr Getreide und Obst und Gemüse ernten. Aber das erste, was ihr erntet, gehört mir, das müsst ihr mir bringen. Erst wenn ihr mir meinen Teil gebracht habt, dürft ihr alles, was ihr erntet, für euch gebrauchen. Dazu sollt ihr von Pessach ab fünfzig Tage lang das Omer zählen und Brote als Erstlingsgeschenke zum Heiligtum bringen, die die Kohanim essen dürfen.

Und nach diesen fünfzig Tagen Omerzeit ist wieder ein Fest, nämlich das Wochenfest, das heute Schavuot heißt. Auch an diesem Tag dürft ihr nichts arbeiten, sondern ihr sollt euch versammeln und gemeinsam diesen Tag feiern.

Im siebten Monat (im Monat Tischri) ist dann wieder ein Feiertag, nämlich der Tag des Posaunenschalls (heute nennen wir diesen Tag Rosch ha-Schana, wir feiern an diesem Tag das Neujahr). Auch an diesem Tag dürft ihr nichts arbeiten, sondern ihr sollt euch wieder versammeln und gemeinsam diesen Tag begehen. Auch bestimmte Tiere sollt ihr zum Heiligtum bringen.

Der nächste Feiertag ist zehn Tage später, da ist Jom Kippur. Das ist ein ganz besonderer Tag. Denn an ihm sollt ihr nicht arbeiten, aber auch fasten sollt ihr und über euch nachdenken. Denn an diesem Tag könnt ihr mit mir wieder ins Reine kommen. Was ihr falsch gemacht habt, kann ich euch wieder verzeihen. Dieser Tag ist der Schabbat der Schabbate, ein ganz besonderer Tag.

Und dann ist in diesem Monat etwas später auch das Fest Sukkot, sieben Tage lang. Das ist die Zeit der Ernte. Und am ersten und am achten Tag dieses Festes sollt ihr wieder nichts arbeiten, auch sollt ihr euch wieder versammeln, um das Fest gemeinsam zu feiern. Auch sollt ihr mir an diesen sieben Tagen Tiere als Geschenke zum Heiligtum bringen.

Das sollen eure Feste sein. An allen Festen sollt ihr mir Geschenke zum Heiligtum bringen. Nur an Sukkot sollt ihr noch auf etwas ganz Besonderes achten: Am ersten Tag von Sukkot sollt ihr nämlich den Etrog nehmen und einen Zweig von der Palme, den Lulav, und auch vom Myrrhenstrauch sollt ihr einen Zweig nehmen und von der Bachweide. Und dann sollt ihr fröhlich vor mir sein und sieben Tage lang in Hütten wohnen. Denn ihr sollt daran denken, wie ihr in Zelten gelebt habt, als ich euch aus Ägypten gebracht und durch die Wüste geführt habe.“

Und so erklärte Mosche alle Feste, die die Kinder Jisraels künftig feiern sollten.

Als einer den Namen des Ewigen entweihte

24,10
Es passierte einmal, dass zwei Jisraeliten miteinander in Streit gerieten. Während des Streits begann der eine der Streithähne zu fluchen und den Namen des Ewigen als Schimpfwort auszusprechen. Das war für alle zuviel. Die Umstehenden packten ihn und brachten ihn sofort zu Mosche. Denn so etwas durfte doch nicht sein, dass der Name des Ewigen entweiht wird. Und Mosche ging zum Ewigen, um ihn zu fragen, wie ein solcher Mensch zu bestrafen sei. Den Mann, der geflucht hatte, hatte man in der Zwischenzeit festgehalten, damit er nicht flüchten konnte. Und der Ewige sagte zu Mosche: „Bring den Mann, der meinen Namen entweiht hat, hinaus. Dann sollen alle, die den Fluch gehört haben, ihre Hände auf seinen Kopf stemmen. Anschließend sollen alle denjenigen, der geflucht hatte, steinigen. Und du, Mosche, sollst den Kindern Jisraels erklären, dass derjenige, der flucht und den Namen des Ewigen entweiht, etwas sehr Schlimmes getan hat. Deshalb soll so ein Mensch getötet werden.

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