Paraschat Schelach Lecha

Die Leute, die sich das Land Kenaan anschauen sollen

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Und G“tt sagte zu Mosche: „Nun ist es an der Zeit, dass du Leute ausschickst, die sich schon mal das Land Kenaan anschauen sollen. Aus jedem Stamm sollst du einen Mann nehmen, und so sollen zwölf Männer ausgeschickt werden.“

Und so machte es Mosche. Er suchte sich zwölf Männer aus, die vorausgehen sollten, um sich im Land Kenaan umzusehen. Darunter waren auch Jehoschua und Kalev. Und er gab ihnen den Auftrag, danach zu sehen, wie das Land so ist. Ob es viele Bäume hat, wie grün das Land ist. Wieviele Leute in dem Land leben, wie sie ihre Städte gebaut haben.

Und die Kundschafter gingen voran in das Land Kenaan und durchstreiften das ganze Land. Auch nahmen sie von den Früchten des Landes mit, um es den Kindern Jisraels zeigen zu können, Trauben, Granatäpfel und Feigen. Erst nach vierzig Tagen kamen sie wieder zurück, solange durchwanderten sie das Land Kenaan. Sie zeigten die Früchte, die sie mitgenommen hatten, und berichteten dann den Umstehenden:

„Das Land, das wir gesehen haben, ist wirklich ein schönes Land, in dem Milch und Honig fließen, so grün ist es und so viele Früchte wachsen dort. Wenn nur das Volk nicht wäre, das dort lebt. Denn es ist ein sehr starkes Volk, und die Städte, die sie erbaut haben, sind umgeben mit riesigen Mauern, hinter denen sie sich sehr gut verstecken können.“

Die Leute, die das gehört hatten, wurden schon ganz ängstlich. Aber bevor sie zu schreien beginnen konnten, sagte Kalev schnell: „So schlimm ist es auch wieder nicht. Wir können sehr gut gegen dieses Volk kämpfen, ihr braucht keine Angst zu haben.“

Aber die anderen Kundschafter wollten davon nichts hören. Sie berichteten jetzt sogar davon, dass alle Männer, die sie im Land Kenaan gesehen hätten, richtige Riesen seien, vor denen man sich fürchten müsse. Sie hätten dagegen sich wie kleine Ameisen gefühlt.

Da beginnen die Jisraeliten zu schreien

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Als die Kinder Jisraels das hörten, begannen sie zu schreien und riefen Mosche und Aharon zu: „Wieso sind wir nicht schon längst gestorben? Nein, gegen solche Männer wollen wir nicht kämpfen, wir wollen zurück nach Ägypten, da ging es uns wenigstens noch gut!“
Mosche und Aharon hörten das natürlich gar nicht gern. Auch Jehoschua und Kalev versuchten noch einmal, auf das Volk einzureden und sagten: „Ach was, das Land, das wir gesehen haben, ist wunderschön. G“tt ist doch mit uns, deshalb müssen wir uns vor nichts fürchten!“

Plötzlich kam eine Wolke auf, und aus der Wolke rief G“tt: „Wie lange will mein Volk noch herumschreien und immer nur Ägypten loben. Weshalb will es mir nicht vertrauen! Ich werde euch alle bestrafen, weil ihr mir so wenig glaubt: Keiner, der aus Ägypten ausgewandert ist und gesehen hat, welche Wunder und Zeichen ich machen kann, darf in das Land Kenaan einwandern. Ihr alle sollt vorher sterben, Nur eure Kinder und auch Jehoschua und Kalev dürfen in das neue Land einwandern! Deshalb sollt ihr von nun an vierzig Jahre in der Wüste herumirren, solange eben, bis der Letzte von euch gestorben ist!“
Die Auskundschafter aber, die so Fürchterliches über das Land Kenaan berichtet hatten, wurden plötzlich schwer krank und starben kurze Zeit später. Nur Jehoschua und Kalev blieben gesund und am Leben.

Als nun Mosche den Befehl gab, dass das Volk wieder umkehren solle, da schrie das Volk gleich wieder auf, und sie sagten: „Nun, wir wollen jetzt gleich in das Land Kenaan einziehen, wir wollen wie echte Männer gegen die Riesen kämpfen. Denn wir wollen G“tt gerne glauben, dass er uns dabei hilft!“

Aber Mosche sagte: „So nicht! Das Volk, das im Land Kenaan lebt, ist jetzt zu stark für uns, wir können sie nicht besiegen!“ Aber die Leute hörten nicht auf Mosche und gingen los, hinauf in das Gebirge, wo das Land Kenaan anfing. Und kaum waren die Leute im Gebirge, da kam das Volk, das dort lebte, und kämpfte gegen die Jisraeliten und besiegte sie.

Wie die Challa zu nehmen ist

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Während die Jisraeliten also nun in der Wüste umherwandern mussten und nicht in das Land Kenaan einwandern durften, erzählte Mosche immer wieder von den Geboten, die die Kinder Jisraels einhalten sollen, wenn sie später einmal im Land Kenaan wohnen. So zum Beispiel von der Challa. Mosche erklärte ihnen: „Wenn ihr im Land Kenaan einmal Brot backen wollt, dann müsst ihr einen kleinen Teil von dem Teig, den ihr angesetzt habt, nehmen und ihn mir geben. Denn das Land ist mein Land und ihr nehmt von meinen Früchten!“

Ein Mann hält sich nicht an den Schabbat

Als sie unterwegs waren, passierte es einmal, dass ein Mann an Schabbat umherging und Holz einsammelte. Das sahen einige, und sie schnappten ihn und brachten ihn zu Mosche, denn sie dachten, dass es verboten sei, Holz an Schabbat einzusammeln. Aber auch Mosche wusste nicht genau, was er mit dem Mann machen sollte. Deshalb ging er in die Wohnung G“ttes und fragte G“tt. Und G“tt antwortete: An Schabbat dürft ihr nichts einsammeln. Deshalb soll der Mann, der das Holz eingesammelt hat, bestraft werden.

Die Zizit an den Kleidern

Nach diesem Ereignis sagte G“tt zu Mosche: „Die Kinder Jisraels sollen sich an den vier Ecken ihrer Kleider Zizit machen, also Fäden, die herunterhängen. In diese Fäden sollen sie einen blauen Faden einbringen. Und die Fäden an den Kleidern sollen sie immer sehen können. Und wenn sie die Fäden sehen, dann sollen sie an alle die Gebote denken, die ich ihnen gegeben habe. Denn ihr sollt die Gebote halten und euch nicht umsehen und Dinge sehen, die ihr nicht machen dürft. Denn ich bin euer G“tt, ich habe euch aus Ägypten herausgebracht, um euer G“tt zu sein. Deshalb sollt ihr die Gebote immer einhalten.“

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