Paraschat Chukkat

Wie sich die Jisraeliten reinigen sollen

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Und wieder einmal redete der Ewige mit Mosche und Aharon und erklärte ihnen, wie sich die Jisraeliten benehmen sollten. Diesmal erklärte er ihnen, was die Jisraeliten tun sollten, wenn sie einen Toten berührt hatten. Denn wer einen Toten berührte, durfte nicht ins Heiligtum, in das Haus des Ewigen, gehen. Er musste sich vorher wieder auf eine bestimmte Weise reinigen. Nämlich mit einem Wasser, das die Jisraeliten „Reinigungswasser“ nannten. Nun war es aber so, dass das „Reinigungswasser“ nicht einfach ein normales Wasser war, sondern es musste auf sehr bestimmte Weise hergestellt werden. Und das erklärte ihnen nun der Ewige:

„Nehmt eine rote Kuh, eine Kuh, die ganz und gar und überall rot ist, und die noch nie für irgendeine Arbeit gebraucht wurde. Diese Kuh sollt ihr schlachten und danach verbrennen. Alles von dieser Kuh sollt ihr verbrennen, da darf nichts übrigbleiben. Wenn ihr das getan habt, dann soll jemand kommen und die Asche der Kuh einsammeln und die Asche an einem besonderen Ort aufbewahren. Denn ihr braucht diese Asche, um das Reinigungswasser herzustellen. Wenn also von euch jemand einen Toten berührt hat – und das ist gar nicht schlimm – dann soll man von der Asche der Kuh nehmen, es in einen Behälter mit Wasser hineingeben, und mit diesem Reinigungswasser den Menschen bespritzen. Dann ist dieser Mensch wieder rein und er darf wieder ins Heiligtum, in mein Haus, kommen. Wenn er aber das nicht gemacht hat, er sich also nicht gereinigt hat, dann macht er mein Haus ganz und gar unrein. Und das darf auf keinen Fall geschehen. Hört ihr? Aber nicht nur jemand, der einen Toten berührt hat, ist unrein, sondern auch alles, was den Toten berührt hat. Also zum Beispiel das Bett, auf dem er lag, Dinge, die in dem Zelt waren, in dem der Tote lag. Und all das kann wieder gereinigt werden, wenn man mit dem Reinigungswasser darauf spritzt. Denn ihr müsst daran denken, dass der Tod mit dem Leben nichts mehr zu tun hat und das Leben nicht tot ist. Deshalb sollt ihr beides nicht vermischen. Sondern ihr sollt es sehr genau auseinanderhalten.

Mirjam stirbt

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Und die Jisraeliten wanderten weiter durch die Wüste, bis sie in der Wüste Zin ankamen. Dort endlich schlugen sie ihre Zelte auf und verweilten einige Zeit. Aber als sie gerade ihre Zelte aufgebaut hatten, da starb Mirjim, die Schwester Mosches.

Mosche lässt Wasser aus dem Felsen sprudeln

Aber wieder einmal ging den Jisraeliten das Wasser aus. Da wurden die Leute sehr unruhig und hatten Angst zu verdursten. Und sie liefen schnell zu Mosche und Aharon und schimpften mit ihnen und sagten:

„Wenn wir doch auch so schnell gestorben wären, wie all die anderen vor uns. Aber wir sind in der Wüste und müssen langsam verdursten. Weshalb habt ihr uns hierher gebracht? In Ägypten war es viel schöner. Da gab es Feigen zu essen und Granatäpfel und Wein zu trinken. Und jetzt haben wir noch nicht einmal Wasser zum Trinken.“

Aber Mosche und Aharon wollten nicht hören, wie die Leute schimpften. Denn die Leute stritten eigentlich nicht mit ihnen, sondern mit G“tt. Und das war ihnen gar nicht recht. Deshalb flüchteten sie in das Zelt. Und schon redete der Ewige mit ihnen und sagte ihnen:
„Mosche, nimm deinen Stab. Die Leute sollen alle zu euch kommen, damit sie sehen, was du machen wirst. Und dann sollst du mit dem Felsen, der dort ist, sprechen, und du wirst sehen, aus dem Felsen wird Wasser sprudeln.“

Und so ging Mosche mit dem Stab in der Hand hinaus und ließ alle Jisraeliten zu sich kommen. Und dann sagte er zu ihnen:

„Jetzt hört mal zu, ihr störrischen Esel! Glaubt ihr, dass ein Fels Wasser sprudeln lassen kann?“ Alle warteten ab, was Mosche nun tun würde. Denn eines wussten sie genau: aus einem Felsen kommt kein Wasser. Da nahm Mosche seinen Stab und schlug damit zweimal auf den Felsen. Und plötzlich sprudelte Wasser mitten aus dem Felsen. Und nicht nur ein kleines Rinnsal, sondern ein großer Strahl, und alle konnten sich satttrinken, auch alle Tiere, die sie bei sich führten.

Aber kaum hatte Mosche das getan, da rief der Ewige Mosche und Aharon zu:
„Was macht denn ihr da? Führt nur Zaubertricks vor! Weil ihr das gemacht habt, sollt auch ihr bestraft werden: Auch ihr dürft nicht in das Land einziehen, das ich euch allen versprochen habe, in das Land Kenaan.“

Wie sich Edom gegen die Jisraeliten stellt

Inzwischen waren die Jisraeliten weitergewandert und schon bis an die Grenze zum Land der Edomiter gekommen. Aber Mosche wollte nicht einfach so durch dieses Land wandern, weil er Angst hatte, dass die Edomiter gegen die Jisraeliten kämpfen würden. Deshalb schickte er Leute zum König von Edom. Und die sollten den König darum bitten, dass die Jisraeliten durch sein Land ziehen durften.

Aber sosehr die Boten mit dem König auch sprachen und dem König versprachen, dass die Jisraeliten nur auf der großen Straße durchziehen wollten; es half alles nichts. Der König der Edomiter wollte nicht, dass die Jisraeliten durch sein Land ziehen. Er drohte ihnen gar und sagte: „Und wenn ihr es dennoch wagt, durch mein Land zu ziehen, dann werde ich meine Soldaten nehmen und gegen euch kämpfen.“

Und dann nahm er seine Soldaten und ließ sie an der Grenze seines Landes aufstellen, dort, wo Mosche mit seinen Leuten auf die Antwort der Boten wartete. Und so mussten die Jisraeliten einen großen Bogen um das Land der Edomiter machen, da der König von Edom sie nicht durch sein Land ziehen lassen wollte.

Wie Aharon stirbt

So wanderten die Jisraeliten weiter, bis sie an den Berg Hor kamen. Dort ließen sie sich nieder und bauten ihre Zelte für eine längere Rast auf.

Aber am Berg Hor sagte der Ewige zu Mosche und Aharon:

„Ich habe euch ja schon gesagt, dass ihr noch sterben sollt, bevor ihr in das Land, das ich euch versprochen habe, einziehen werdet. Jetzt ist es Zeit für Aharon zu sterben. Deshalb sollt ihr auf den Berg Hor gehen. Nehmt auch Elasar, den Sohn Aharons, mit!“

Und wie der Ewige es ihnen gesagt hatte, so machten sie es auch. Sie nahmen Elasar mit und stiegen den Berg Hor hinauf. Oben gab Mosche die Kleider Aharons dem Elasar, damit nun Elasar der gesalbte Kohen wurde. Kaum hatte Mosche Elasar neu eingekleidet, da starb Aharon oben auf dem Berg Hor.

Als die Jisraeliten sahen, wie Mosche und Elasar ohne Aharon den Berg Hor herunterstiegen, da ahnten sie schon, dass nun Aharon gestorben war. Und da sie alle sehr traurig darüber waren, dass Aharon gestorben war, weinten sie dreißig Tage lang um Aharon.

Wie Mosche die Jisraeliten vor den Schlangen schützt

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Und wieder waren die Jisraeliten auf der Wanderung durch die Wüste. Und die Wanderung war sehr anstrengend, deshalb wurden sie wieder einmal sehr ungeduldig und schimpften auf Mosche. Sie riefen ihm zu:

„Warum habt ihr uns bloß aus Ägypten gebracht. Jetzt haben wir wieder einmal kein Brot und kein Wasser. Und das, was du uns zu essen gibst, nämlich das Man, das widert uns schon lange an!“

Aber dieses Mal wurde der Ewige sehr zornig, weil die Jisraeliten immerzu nur schimpften und maulten. Deshalb schickte er den Jisraeliten giftige Schlangen, und viele wurden schon von ihnen gebissen und starben. Da riefen die Leute:

„Nicht doch! Wir haben das gar nicht so gemeint! Bitte befreie uns von den zischenden Ungeheuern.“ Und Mosche ging zum Ewigen, und der sagte zu Mosche:

„Mach dir eine Schlange aus Kupfer und stecke sie auf eine Stange. Wenn jemand von einer Schlange gebissen worden ist, so soll er zu dieser kupfernen Schlange gehen und sie genau anschauen. Dann wird ihm nichts passieren.“ Und das machte auch Mosche. Und so blieben alle, die von einer Schlange gebissen worden waren, am Leben.

Wie die Jisraeliten gegen Völker kämpfen müssen

Als die Jisraeliten durch die Wüste wanderten, da stellten sich immer wieder Völker gegen sie, weil sie nicht wollten, dass die Jisraeliten in diese Gegend kamen. Und die Könige dieser Völker nahmen ihre Soldaten und kämpften gegen die Jisraeliten. Aber G“tt war immer wieder für die Jisraeliten eine große Hilfe, deshalb siegten die Jisraeliten in diesen Kämpfen und konnten das ganze Land erobern.

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